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Architektur und Design in der HoReCa-Branche: ein internationaler Überblick

Das zweite Buch des Architekturtraktats von Filarete, der im späten 15. Jahrhundert entstand, enthält eine der berühmtesten Metaphern der Architekturgeschichte.

Der Architekt und Theoretiker schrieb, dass jedes Projekt einen Vater und eine Mutter hat, und zwar mit dem Auftraggeber als Vater und dem Architekten als Mutter.

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Noch heute entscheiden diese zwei Figuren über das Gelingen eines Projekts, dessen Ergebnis von ihrem Weitblick und synergischen Zusammenwirken abhängt. Der Mailänder Architekt Luigi Caccia Dominioni sprach nicht vom Auftraggeber, sondern vom Kunden, also von einer Figur mit einem Wunsch bzw. Anliegen, das der Planer zu erfüllen hat. Diese kleine lexikalische Abwandlung bestimmte seine gesamte Planungstätigkeit, die aufgrund der Verschiedenheit der einzelnen Kunden dem Experiment großen Spielraum gewährte.

In einigen Planungsbereichen kommt es vor, dass der Architekt für mehrere Kunden zugleich plant. Die HoReCa-Branche - Hotel, Restaurant, Café - ist einer davon. Zu den direkten Auftraggebern fügen sich die künftigen Kunden, die eigentlichen Nutzer der geplanten Bereiche, jeweils mit spezifischen Wünschen und Anforderungen. Gerade die Faktoren Design und Ambiente entscheiden in der HoReCa-Branche über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Einrichtung, Licht, Pflanzen und Musik sind nur einige der raumprägenden Elemente.

 

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Himera Beach Club - Campofelice di Roccella, Palermo
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In den Zeiten von Instagram und Social Media geben die Menschen mehr denn je Einblicke in ihre Café- und Restaurantbesuche. Vom Foto eines bestimmten Gerichts bis hin zur Aufnahme eines Interieurdetails in einem besonderen Licht, hat die Kommunikation von Ästhetik in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Daher sollte dieser Faktor unbedingt in die Entscheidungsfindung eingehen.

Diese Entwicklung brachte zwar nichts Neues hervor. Doch sie hat einige bereits bestehende Besonderheiten stärker in den Fokus gerückt. Die Wahl dieses oder jenes Cafés für den ersten Kaffee am Morgen ist hauptsächlich abhängig davon, ob es bequem am Weg liegt und wie gut der Kaffee ist. Auf die Qualität des Ambientes hingegen können die Architekten mit ihrer Planungskompetenz Einfluss nehmen. Was einen kleinen Cafébetreiber und einen multinationalen Konzern eint, ist der Wunsch nach einer klaren Identität und einem multisensorischen Erlebnis, das über die angebotenen Produkte hinausgeht.

Ein interessantes Beispiel dafür ist die amerikanische Kaffeehaus-Kette Starbucks, die rund um das Kaffeeerlebnis ein Imperium errichtet hat, das sich über die ganze Welt erstreckt und jüngst auch Italien umfasst. Es mag paradox erscheinen, dass gerade in dem Land, wo Espresso so heiß und innig geliebt wird, Ausländer für Furore sorgen. Doch gerade das ganze Drumherum, das Universum, das sich um die Tasse Kaffee dreht, wurde zum Erlebnis oder, wie es in der Fachsprache heißt, zum Kundenerlebnis gestaltet.

 

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Starbucks in Shanghai.


Einen Espresso oder einen Caffè Latte trinken und sich wie daheim fühlen, während man gemütlich im Chesterfield-Sessel sitzt und umgeben von wohlig-warmen Farben das Gefühl für die Zeit verliert: das ist das klassische Erlebnis, das die Starbucks Cafés rund um den Globus bieten. Obgleich es im krassen Gegensatz zum gewohnten, am Bartresen getrunkenen Espresso steht, funktioniert das Konzept und bietet es eine Wohlfühlpause. Wohl noch interessanter ist vielleicht der Umstand, dass sich der Gründer der amerikanischen Kette bei der Entstehung seines Unternehmens gerade von Italien inspirieren ließ. Er besaß die Fähigkeit und den Weitblick, diese Inspiration als Wohlgefühl an einem bestimmten Ort auf den Punkt zu bringen. Starbucks liefert daher das Paradebeispiel für einige Kernthemen, die allgemein auf die gesamte HoReCa-Branche übertragen werden können.

Multifunktionale Bereiche

Die neuen Objekte des Hotel- und Gaststättenwesens bilden immer mehr veränderliche und flexible Orte für diverse Aktivitäten, die nicht zwangsläufig mit dem Kerngeschäft des Betriebs zu tun haben müssen. Die am kühnsten ausgerichteten Designhotels beherbergen daher in ihren Foyers auch Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, Büchereien, Cafeterias und bieten nicht nur dem Hotelkunden, sondern auch dem Außenstehenden eine breites Spektrum an Services. Die Spa-Anlage ist mittlerweile ein unverzichtbares Must geworden (am besten gleich im Duopack mit integrierter und nachhaltig ausgerichteter Beautyfarm).

 

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LaGare Hotel - Murano, Venedig
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Lichtdesign

Natürliches Licht und künstliches Licht inszenieren den Raum. Ihr gekonnter Einsatz kann die Materialoberflächen besonders gut zur Geltung bringen. Le Corbusier sagte, Architektur ist das kunstvolle Spiel der unter dem Licht versammelten Baukörper, mit dessen Hilfe der Architekt die gesamte Klaviatur der Gefühle von Ruhe bis Freude, von Elan bis Wohlbehagen vermitteln kann. Nicht weniger wichtig ist außerdem die Fähigkeit, Licht wegzunehmen, es also im Zusammenspiel mit den Formen und Funktionen des Raums zu dosieren und einzusetzen.

Retro-Optik und zeitgemäße Opulenz

Einer der heute angesagten Trends ist die Renaissance des Midcentury-Designs, das zur damaligen Zeit eine große Neuerung in farblicher und materialtechnischer Hinsicht darstellte. Denn in den 50er Jahren entstand das Industriedesign. Die Verschmelzung von Einrichtungselement und Architektur ist nach wie vor ein Erfolgsrezept. Die Kombination von behaglich-warmen Materialien - etwa Holz und Textilien - mit kühleren Elementen (wie hellem Marmor und Messingoberflächen) erzeugt nur scheinbar einen Kontrast. Denn im Endergebnis entsteht ein unschlagbares Team von Textur und Struktur.

 

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Hilton Hotel - Mailand
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Wenn die 50er-Jahre-Nostalgie schon ein Weilchen besteht, so ist Camp der angesagte Trend des Jahres 2019, also genau das Gegenteil von cleanem Minimalismus. Es gilt nicht mehr „less is more“, sondern, wie die über neunzigjährige Modeikone Iris Apfel sagt: „More is a more, less is a bore“. Beim Durchblättern von Zeitschriften und Online-Magazinen stößt man auf Interieurs, wo die Überfülle scheinbar wahllos zusammengewürfelter Materialien und Stücke reizvolle Raumsituationen erzeugt, die von Zitaten vergangener Epochen und Stile nur so strotzen.

Eigentlich steht camp für die bewusste Verwendung von Kitsch. Im Design nimmt der Begriff eine andere Bedeutung an und beschwört er das Bild von der Wunderkammer oder von den Gründerzeitwohnungen des späten 19. Jahrhunderts herauf. In Hinsicht auf die Materialien weicht kühler Marmor behaglichen, weichen Veloursbelägen, Feinsteinzeugbelägen in Textiloptik oder den Wandflächen alter Landhäuser. Der Camp-Stil betont die Individualität und die Persönlichkeit des Planers und des Bewohners und setzt der Fantasie keine Grenzen.

 

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Nachhaltigkeit als Grundelement der Raumgestaltung

In einer Gesellschaft, die zunehmend Wert auf das körperliche und geistige Wohlbefinden legt, will auch das Auge seinen Teil. Blumen und Pflanzen in HoReCa-Bereichen verleihen den Räumen die lebendige Atmosphäre des eigenen Zuhauses. Eine Pflanze im Innenbereich, idealerweise in die Einrichtung durch eigens gestaltete Elemente integriert, weist darauf hin, dass selbst dem kleinsten Detail Aufmerksamkeit geschenkt wurde, und zeigt dem Gast mit einem freundlichen Wink, dass sich der Betreiber um sein Wohlbehagen bemüht.

 

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Novampère - Mailand
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Die Wahl der geeigneten Materialien zur Identitätsbildung eines Raums bildet daher die Grundvoraussetzung, um eine angemessene Ausgangssituation zu erschaffen und dem Kunden/Auftraggeber zu ermöglichen, den Raum individuell und ausdrucksstark mit Logik und Kohärenz zu gestalten.

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