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Materialkultur: Kernelement des Bauwissens

„Weitere Merkmale, wie sie angesichts der Unmenge an Baustoffen mannigfaltiger, unterschiedlicher und faszinierender nicht sein können, werden jegliche architektonische Form bestimmen und sie unaufhörlich und auf natürliche Weise radikal verändern und verwandeln.“

Frank Lloyd Wright

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Architektur ist Kultur

Wollte man einen Vergleich zwischen Architektur und Musik anstellen, dann wären Baustoffe wohl die Noten einer Melodie. Die untrennbare Einheit von Baukunst und Baustoff bewirkt ein fortwährendes Zusammenspiel von Projektkonzept und „Materialkultur“, also dem gesamten Kompendium an Wissen, Techniken und Methoden, das über die Objekte und ihre Werkstoffe weitergegeben wird.

Die Wahl eines Baustoffs ist daher auch von Faktoren abhängig, die in engem Zusammenhang mit dem jeweiligen Umfeld stehen, und zwar: Leistungsanforderungen, lokale Ressourcen, Klima, Traditionen, Moden, Produktionsmöglichkeiten, Ortsgeschichte, Wünsche und Vorstellungen in Hinsicht auf Optik und Kommunikation. Je nach zeitlichem, geografischem, historischem, politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Kontext weichen diese Faktoren mitunter sehr stark voneinander ab.

Bauprojekte spiegeln die Tradition wider, in die sie eingebettet sind, und die Baumaterialien dienen als sprachliche Mittel zur Kommunikation des Projektgedankens. Das Bedürfnis nach Repräsentativität, nach Kontinuität gegenüber der Tradition oder - im Gegenteil - der Drang nach Aufbruch und Erneuerung, die Sehnsucht nach längst Vergangenem oder Verlorenem, die Vermittlung einer bestimmten Botschaft führten dazu, dass sich einige Materialien als typische Ausdrucksmittel einer bestimmten Kultur etablierten oder entwickelten.

„Klassische“ Baumaterialien

Einige Baumaterialien - Holz, Stein und Marmor - schrieben bereits im Altertum wichtige Kapitel der Architekturgeschichte. Sie kamen aufgrund ihrer einfachen Beschaffbarkeit und Vielseitigkeit, ihrer Verarbeitungsprozesse, ihrer Ausdruckskraft und der lokalen Kultur zum Einsatz. Zunächst für das Tragwerk verwendet (man denke an die Pfahlbauten aus Holz, an die Pyramiden oder an die Anlage in Stonehenge und an den Parthenon aus penthelischem Marmor), verliehen sie später, mit dem Aufkommen von Stahl und Stahlbeton, als Verblendung von Innen- und Außenwänden technisch leistungsfähigeren Tragwerken eine anspruchsvolle Optik. Der Pfeiler wird endgültig vom Tragwerk getrennt und die Fassade wird „freitragend“.

Die folgenden Beispiele für Flächenbeläge aus Holz, Stein und Marmor zeigen die optischen, technischen, kulturellen und gesellschaftlichen Kriterien auf, die zum Einsatz von diesem oder jenem Material führten.

Holz im Finnland der Moderne

„Form muss einen Inhalt haben und der Inhalt muss einen Bezug zur Natur haben.“ In diese Worte fasste der Vater der finnischen Moderne Alvaar Aalto seine Idee von der Architektur. Der Gedanke von Aalto fügt sich in das Finnland der Jahre unmittelbar nach Erlangung der Unabhängigkeit (1917), das vom Bedürfnis geprägt war, das Kulturerbe der skandinavischen Volkstradition neu zu beleben. Die Baukunst von Aalto will die Verknüpfung zwischen Projekt, Mensch und natürlichem Lebensraum wiederherstellen, die Industrialisierung und, als unmittelbare Folge davon, Standardisierung aufgelöst hatten. Bauwerke wie die berühmte Villa Mairea bringen das finnische Holz als Bekleidungsmaterial von Fassade, Interieur und Einrichtungselementen im Spannungsfeld von modernen Fertigungsverfahren und traditionellen Methoden wertig zur Geltung und verleihen ihm die Würde eines modernen Materials, auf einer Stufe mit Stahl und Stahlbeton.

 

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Die Moschee aus Bruchstein

Die vom Büro EAA entworfene Sancaklar-Moschee ist ein Triumph aus Stein. In einem Vorort Istanbuls gelegen, fügt sich der Bau aus Kayrak-Stein teilweise unterirdisch in die umgebende Landschaft, die er mit seiner Freitreppe dezent umgestaltet. Die Wandverkleidungen aus heimischem Stein in seiner rustikalsten Variante sind maßgeblich kulturell bedingt. Denn die Vorgaben lauteten: einen ruhigen, naturnahen Ort der Einkehr und des Gebets schaffen; mit Symbolik, Formen, Farben, Opulenz und Redundanz der traditionellen ottomanischen Moscheen brechen und diese neu definieren; an die Schlichtheit der ersten islamischen Moscheen anknüpfen und die spirituelle Atmosphäre der Höhle am Hirā heraufbeschwören, wo Mohammed die Offenbarung vom Erzengel Gabriel erhielt.

 

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Italienischer Marmor in Norwegen

Das Architekturbüro Snøhetta verleiht den Wandverkleidungen aus Carrara-Marmor im Osloer Opernhaus eine ungewohnte Dimension, denn sie sollen an einen Eisberg im Polarmeer erinnern. Das Bauwerk knüpft nämlich mit schneeweißen begehbaren Flächen, die sich in schräger Linie wie Eisschollen aus dem Wasser erheben, an die Küstenlandschaft Norwegens an. Für die Verkleidung kommen ein heimischer Granit sowie Marmor aus Carrara zum Einsatz, der aufgrund seiner homogenen Beschaffenheit ohne Unreinheiten zu den edelsten Marmorsorten zählt. Der italienische Marmor wurde für die Fassadenbekleidung gewählt, da er wegen seines hohen Anteils an Kalziumcarbonat einen wirksameren Schutz gegen die eisigen skandinavischen Winter bietet. Heimischer Granit gestaltet hingegen die begehbaren Flächen in Wassernähe.

 

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Feinsteinzeug: ein zeitgemäßes Material

Der komplexe Charakter der heutigen Architekturprojekte verlangt den Einsatz von Materialien, die leistungsstark, nachhaltig, innovativ, leicht beschaffbar, wiederverwendbar, langlebig, pflegeleicht und ausdrucksstark sind. Obgleich die klassischen Materialien auch weiterhin die Grundelemente von Architekturplanung und Gestaltung bilden, ließen kulturelle Erfordernisse neue Produkte entstehen und aufkommen, die den Baustoffklassikern in nichts nachstehen und gleichwertig an ihre Seite treten.

Darunter auch ein Material, ebenso alt wie Holz, Stein und Marmor und gleichbedeutend mit Neuerung und gestalterischer Freiheit: die Keramik.

In ihrer zeitgemäßen Neuinterpretation als Feinsteinzeug kommt Keramik als vielseitig einsetzbares Material mit ausgezeichneten Leistungsmerkmalen daher, das in ein und demselben Umfeld die verschiedensten Materialoptiken ohne besondere technische Einschränkungen ermöglicht. Es ist resistent, langlebig und wasserabweisend. Feinsteinzeug entsteht aus der Verarbeitung von natürlichen Rohstoffen in einem nachhaltigen Produktionszyklus. Es ist pflegeleicht und reinigungsfreundlich, feuerhemmend und frostbeständig. Und es ist, aufgrund der vielfältigen Dekore, Farben, Oberflächen und Formate, ein Gestaltungsmaterial.

Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation: Penthouse One-11

Das Penthouse One-11 in den von Zaha Hadid entworfenen Wohnhäusern im Mailänder Viertel CityLife ist ein vorbildliches Beispiel für den Dialog zwischen klassischen und innovativen Baustoffen, der eine einheitliche Raumwelt mit beeindruckender optischer Wirkung erzeugt. Das noble Appartement bildet einen fließenden Raum mit nahtlosen Übergängen, wo Parkett aus Traubeneiche, Bleche aus Roheisen, Oberflächen aus Corian, Glasflächen und lackierte Paneele eine elegante Mixtur mit großformatigen Feinsteinzeugplatten in Stein- und Marmoroptik bilden. So entsteht eine perfekte Liaison aus Tradition und Innovation, Natürlichkeit und Technik.

 

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Penthouse One-11 von Rudi Manfrin
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„Ein Steinbau wird nicht wie ein Stahlbau aussehen. Ein Ziegelbau wird und soll nicht wie ein Steinbau aussehen. Ein Holzhaus wird ausschließlich wie ein Holzhaus aussehen, denn es wird ein Lobgesang auf seinen Baustoff sein. Ein Gebäude aus Stahl und Glas wird nicht anders aussehen können als wie ein Gebäude aus Stahl und Glas. Denn es wird ein Lobgesang auf Stahl und Glas sein. Und so weiter und so fort. Die Aufzählung der vielfältigsten Baumaterialien ließe sich noch lange fortsetzen.“

Frank Lloyd Wright

die verwendung von feinsteinzeug in architektonischen gestaltungsprojekten

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